WDM Infrastrukturen
Immer mehr Unternehmen und Organisationen müssen ihre Datenzentren und grösseren Standorte mit schnellen Kommunikationsverbindungen ausrüsten. Der Gründe dafür sind meist Zentralisierung und Datensicherheit. Das Angebot an Glasfaserkabel über grössere Distanzen ist beschränkt. Der Ausbau ist aufwändig und teuer und lohnt sich oft nicht für ein einzelnes Unternehmen und schon gar nicht für ein einzelner Dienst.
Das Wellenlängenmultiplexverfahren (Die Abkürzung WDM steht für Wavelength Division Multiplex) ist ein optisches Frequenzmultiplexverfahren, das hier Abhilfe schafft. Beim Wellenlängenmultiplexverfahren werden aus verschiedenen Spektralfarben bestehende Lichtsignale zur Übertragung in einem Lichtwellenleiter verwendet. Jede dieser so erzeugten Spektralfarben bildet somit einen eigenen Übertragungskanal, auf den man nun die Daten eines Senders modulieren kann. Die so modulierten Daten werden dann durch optische Koppelelemente
gebündelt und gleichzeitig sowie unabhängig voneinander übertragen. An beiden Enden dieser optischen Multiplexverbindung werden die einzelnen optischen Übertragungskanäle durch passive optische Filter oder wellenlängensensible opto-elektrische Empfängerelemente wieder getrennt.
Mit Hilfe dieser Technologie lassen sich redundante Infrastrukturen realisieren, über welche sich mehrere verschiedenen Dienste betreiben lassen. Typischerweise sind dies Gigabit Ethernet, 10 Gigabit Ethernet für LAN (Local Area Networks) Dienste sowie 2G oder 4G Fiber Channel für SAN (Storage Area Networks) Dienste.