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Connectivity

Fortschrittliche Netzwerke sind einer der wichtigsten Eckpfeiler unserer digitalen Zukunft. Technologische Fortschritte, für die eine Konnektivität der nächsten Generation vonnöten ist, bewirken eine Umgestaltung der Unternehmensarchitektur. Immer mehr Mobilgeräte und Sensoren, das serverlose Computerwesen und ein rasend schnell wachsendes Volumen geteilter Daten benötigen alle eine differenziertere Vernetzung.

Die Konnektivität der Zukunft

In einer Umfrage von Tech Target[1] zu IT-Prioritäten gaben vor einiger Zeit 44 Prozent der Befragten an, dass die Verbesserung ihrer Netzwerkstrukturen im kommenden Geschäftsjahr hohe Priorität hat.

Der Aufbau und die Erhaltung der Netzwerkstrukturen, die benötigt werden, um eine Entscheidungsfindung über mehrere virtuelle und reale Plattformen hinweg in Echtzeit zu ermöglichen, zählt heutzutage zu den Kernaufgaben eines jeden CIOs. Für viele von ihnen spielt deshalb die Entwicklung neuer Netzwerkstrategien eine entscheidende Rolle, um ihre langfristige digitale Agenda umzusetzen. Zu diesen Strategien zählen unter anderen das «Software-defined Networking» (SDN), die «Network Function Visualisation» (NFV) und das «Network Slicing». Ziel dieser Strategien ist es, verschiedene Geräte und Plattformen effizient miteinander zu verbinden und das gesamte Netzwerk einfach managen zu können.[2][3]

Gleichzeitig entstehen auch neue, für den Anwender kostengünstige Strategien, die aus den noch nie dagewesenen Möglichkeiten, die neue Technologien wie 5G oder Satelliten in einer erdnahen Umlaufbahn mit sich bringen, ihr Kapital schlagen.

Fortschrittliche Konnektivität sorgt für immer flexiblere Netzwerke, wodurch eine scheinbar unbegrenzte Verfügbarkeit und eine reibungslose Netzwerk-Performance ermöglicht wird. Einige der neuen Strategien spielen bei der Entwicklung der verbesserten und nahtlos funktionierenden Konnektivität der Zukunft eine wichtige Rolle.

Durch 5G erhalten wir höhere Geschwindigkeiten, eine geringere Latenz und die Möglichkeit, eine riesige Anzahl an Sensoren und Geräten innerhalb eines Netzwerks miteinander zu verbinden. 5G steht für neue Netzwerkfunktionen und ermöglicht die Verwaltung des Informationsflusses und der Informationsdichte im entsprechenden Massstab. Es verspricht einen geringeren Energiebedarf – was für eine längere Akku-Lebensdauer und die Durchführbarkeit vieler IdD-Anwendungsfälle sorgt – und könnte in einem vorausgesetzten gesetzlichen Rahmen dafür sorgen, dass lokale Netzwerkstrukturen nicht länger auf WLAN beschränkt sind. Durch 5G können Roboter frei und ferngesteuert arbeiten.

Während gleichzeitig Organisationen wie SpaceX und OneWeb weiterhin sogenannte LEO-Satelliten (Low Earth Orbit; Satelliten in erdnaher Umlaufbahn) in den Orbit schiessen, könnten auch die abgeschiedensten Regionen der Welt mittels hochleistungsstarker Breitbandverbindung miteinander verbunden werden.

Die Fortschritte sind jedoch nicht auf die Infrastruktur beschränkt. CIOs finden auch neue Wege, um immer diversere Verbindungsoptionen zu überwachen und zu steuern. Das sogenannte «Software-defined Networking» (SDN) ermöglicht die zentrale Programmierung und Verwaltung eines Netzwerks und erhöht die Flexibilität in Rechenzentren, Bankfilialen und anderen standortübergreifenden Anwendungen, die ein Wide Area Networking erfordern. Dank der «Network Function Visualisation» (NFV) werden viele physische Funktionen eines Netzwerks, wie etwa das Routing, die Verschlüsselung oder das Switching, in der virtuellen Umgebung ermöglicht. Auf diese Weise können Dienste wie Multimedia-Sprach- und Funkzugangsnetzwerke in einer kostengünstigen, standardisierten Cloud-Umgebung betrieben werden.

Was bedeuten diese Entwicklungen also für den IT-Bereich? Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sie die gesamte Technologie der Unternehmenswelt beeinflussen werden. Zum Beispiel:
  • IdD
    Das Edge Computing ändert beispielsweise, wie in IdD-Netzwerken gigantische Datenströme generiert und bewegt werden. Jetzt können Daten mit geringer Rechnerleistung und einer langsamen Verbindung in einer «Mini-Cloud» verarbeitet werden.[4]
  • Sicherheit
    Dank 5G wird die Anzahl der miteinander verbundenen Geräte aller Wahrscheinlichkeit nach drastisch in die Höhe schnellen. Das wird einen enormen Einfluss auf alle Sicherheitsmassnahmen haben und die Gefahr durch Hackerangriffe deutlich steigern.
  • Menschen
    Höchstwahrscheinlich wird es einen Mangel an Expertinnen und Experten geben, da diese zunächst mit Ausrichtung auf den neuen Bedarf ausgebildet werden müssen.
Sehen wir uns einmal an, wie Unternehmen aus verschiedenen Sektoren und Regionen von der fortschrittlichen Konnektivität profitieren, um ihre jeweiligen Netzwerkstrukturen der Zukunft zu konfigurieren und umzusetzen.

Ausschöpfen der Möglichkeiten: BHP ermöglicht Sicherheit und Produktivität durch Konnektivität
Das in Melbourne, Australien, ansässige Unternehmen BHP, das weltweit Mineralien, Erdöl und Erdgas abbaut und verarbeitet, verwendet eine Strategie, um seine Technologie – wie automatische Bohrer, selbstfahrende Transporter und Lieferkettenanalysen in Echtzeit – im gesamten Betrieb vollständig zu integrieren. Für den Betrieb, der sein Unternehmen über sogenannte «Integrierte Fernsteuerungszentren» (IROC; integrated remote operation centers) koordiniert, von denen das erste 2013 eingeweiht wurde, nutzt ein industrielles IdD, ein digitales Netz, WLAN und 4G LTE. Die IROCs sind ununterbrochen in Betrieb und erlauben es dem Unternehmen, all seine Prozesse vom Ort des Abbaus bis hin zum Hafen zu überblicken.[5]

Die Fortschritte in der Konnektivität werden die Entwicklung und den Einsatz von ferngesteuerten Sicherheitssystemen, dem virtuellen Bergbau inklusive autonomer Bohrprozesse und Beförderungsfahrzeuge[6] und die prognostischen Wartungsanalysen der Flotte und Maschinen des Unternehmens weiter vorantreiben.[7]

Die gesamte MSC-Schiffsflotte ist miteinander verbunden
MSC Cruises ist die weltweit grösste private Kreuzfahrtgesellschaft.[8] Im Frühjahr 2017 hat das Unternehmen für die gesamte Flotte ein Programm zur digitalen Innovation ins Leben gerufen, mit Hilfe dessen die Schiffe miteinander verbunden bleiben sollen, ganz gleich, wie weit entfernt sie voneinander sind.

Im Gleichschritt mit den Netzwerkbemühungen für seine Flotte hat sich das Unternehmen auch dazu entschlossen, die Netzwerkstrukturen der Geschäftsräume an Land zu überarbeiten. Dank der BNC Business Network Communications AG konnte MSC Cruises sein WLAN-basiertes Netzwerk der Geschäftsräume mit HPE Aruba AirWave® zentralisieren. Gleichzeitig wurde mit HPE Aruba ClearPass ein neues Gastportal geschaffen. Dem Unternehmen ist es jetzt möglich, BYOD-Geräte sicher in sein Netzwerk zu integrieren. Gleichzeitig können sich alle Mitarbeitenden von MSC Cruises weltweit in den vielen Geschäftsräumen mit denselben Anmeldedaten in das Netzwerk einloggen.

Seit Mitte des Jahres 2019 werden mehr als 100 Switches verschiedener Anbieter an über 20 Standorten und mit 160 Antennen mit Hilfe der BNC Managed Services betrieben und gewartet. Dies bedeutet eine verbesserte globale Zusammenarbeit und stellt eine Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dar.

Dies sind nun also die Vorteile einer besser vernetzten Zukunft. Doch was ist mit den Risiken?

Für zukunftsorientierte Organisationen ist es nahezu unmöglich, alle verschiedenen verbundenen Netzwerke, internen Grenzen und Interaktionen mit extern verbundenen Netzwerken zu erfassen, die in Zukunft möglich sein werden. Gleiches gilt auch für die Sicherheitsprobleme. Zur Lösung dieser neuartigen Herausforderungen bedarf es einer neuen Herangehensweise:

  • Integration
    Mit fortschreitender Konnektivität werden Netzwerke in der Zukunft vermutlich aus einem Mix aus 5G, LTE (Long Term Evolution), SDN, Multiprotocol Label Switching, WLAN, Satelliten und noch mehr bestehen. Die stetig wachsende Anzahl an verbundenen «Dingen» erfordert Sicherheitsmassnahmen, die auf Daten-, Geräte- und Nutzerlevel integriert, kontrolliert und umgesetzt werden müssen.
  • Segmentierung
    Wenn der externe Schutzwall durchbrochen wurde, können sich (interne oder externe) schadhafte Akteure frei in den verbundenen Netzwerken bewegen. Die Segmentierung des Netzwerks durch Mikro-Segmentierung auf der generellen sowie auf der Geräte- und Datenverarbeitungsebene stellt die Grundlage für ein sicheres und widerstandsfähiges Netzwerk dar.
  • Zero-Trust-Netzwerke
    Unternehmen können von der Einführung einer Zero-Trust-Architektur enorm profitieren. Der Einsatz von Strategien wie der Multifaktor-Authentifizierung oder der Risikobewertung ermöglicht den Benutzern nur den Zugriff auf jene Anwendungen und Ressourcen, die für die Ausführung ihrer Aufgaben von Belang sind.[9]
  • Automatisierung
    Die Automatisierung der Sicherheitsprozesse gibt Organisationen die Möglichkeit, ein gewisses Cyberrisiko in Kauf nehmen zu können, da schnell auf mögliche Bedrohungen reagiert werden kann. Wenn beispielsweise die Cloud gehackt wird, kann die Datenlücke innerhalb weniger Minuten wieder geschlossen werden. KI-gesteuerte Systeme werden immer mehr besser programmiert, Datenlücken zu erkennen, den Angriff einzudämmen und die richtige Gegenmassnahme anzuwenden – und all das ohne menschliches Eingreifen.[10]

Das Wichtigste ist, auf alles vorbereitet zu sein, was die Zukunft so bringen mag. Und das bedeutet, mögliche Probleme vorherzusehen, bevor sie überhaupt auftreten.

Diese Fähigkeit könnte für ein Unternehmen bei der Verbesserung der Informations- und Betriebstechnologie wie ein Katalysator wirken. Doch je nach regionalen Gegebenheiten werden sich diese Fähigkeiten unterschiedlich schnell entwickeln. Unternehmen sollten in Betracht ziehen, ihre Kapazitäten schrittweise zu erweitern, strategische Optionen zu entwickeln und eine dreijährige Roadmap für die Umsetzung der Konnektivität der Zukunft zu planen.

Die Entwicklung anderer Technologien und deren Auswirkungen gilt es hierbei ebenfalls zu beachten. Fortschritte in den Bereichen Rechenleistung und Speicher wirken sich beispielsweise erheblich auf die Computerinfrastruktur und die Datenarchitektur von Unternehmen aus. Unternehmensstrategien für die Konnektivität und die Cloud sollten sich an Ihrer Agenda für die digitale Transformation ausrichten. Hierzu zählen auch das Wissen, wie die Cloud und eine verbesserte Konnektivität die Effizienz und welche spezifischen Netzwerkfunktionen das Produkt- und Serviceangebot verbessern können.

Auch den Kostenpunkt gilt es zu beachten. Mit zunehmender Dynamik der Netzwerkfortschritte werden Anbieter versuchen, ihre erheblichen Kapitalinvestitionen mit neuen Produkten und Dienstleistungen zurückzuholen. Deshalb wird es vermutlich eine Zeit lang zu dynamischen Preisen kommen. Für Unternehmen bedeutet das, dass der Bedarf einer verbesserten Konnektivität für die Nutzer und das eigene System ständig gegen dessen Kosten und den Wert für das Unternehmen abgewogen werden müssen. In den kommenden Jahren ist es sehr wahrscheinlich, dass sich der Markt kontinuierlich verändern wird.

Die Zukunft bietet viele Möglichkeiten, um das Netzwerk Ihres Unternehmens erheblich zu verbessern. Immer mehr werden wir uns der Möglichkeiten des IdD, von Blockchains, 5G, Mesh-Netzwerken und Ultra-Breitband bewusst. Es wartet also eine schöne neue Welt voller Möglichkeiten auf uns.

Referenzen

1 Quelle: Kate Gerwig und Chuck Moozakis, «As 2018 budgets rise, network upgrades become a priority», TechTargets IT Priorities Survey 2018, Februar 2018
2 Quelle: Patrick Nelson, «Private 5G networks are coming», Network World, 7. November 2018
3 Quelle: ebd.
4 Quelle: Brandon Butler, «What is edge computing and how it’s changing the network», Network World, 21. September 2017
5 Quelle: Anmar Frangoul, «How remote control centers are changing the way mining operations are carried out», CNBC, 4. Juli 2018
6 Quelle: Matthew Stevens, «BHP’s reverse track on Rio Train robot trains», Financial Review, 15. Oktober 2017
7 Quelle: Diane Jurgens, «Creating the future of mining – integration and automation», BHP, 1. November 2017
8 Quelle: MSCkreuzfahrten.ch. 2019. Globale Website von MSC Cruises. [Online]
9 Quelle: Jon Oltsik, «Google network security sans perimeter», CSO, 13. Mai 2015
10 Quelle: Nitin Mittal et al., «Al-fueled organizations», Deloitte Insights, 15. Januar 2019

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